
Migrationsprojekte
Über einen längeren Zeitraum betrachtet sind Konzerne sowohl durch den Zukauf von Unternehmen als auch die Ausgliederung von Geschäftsbereichen in ihrer Struktur instabil. Dem muss die betriebswirtschaftliche Software folgen.
Zunächst lassen sich komplexe Unternehmensstrukturen in einem SAP-System durch entsprechende Einstellungen sehr gut abbilden. Zum Problem kommt es beim Verkauf eines Geschäftsbereichs. Theoretisch könnte dieser im bestehenden System weiterarbeiten. Eine striktere Trennung erreichte man durch eine Systemkopie, nach der jedes der beiden Unternehmen im eigenen System weiterarbeiten könnte. Nachteil beider Varianten ist, dass der Erwerber der abgespaltenen Gesellschaft Zugriff auf die Unternehmensdaten des ursprünglichen Mutterkonzerns bekäme.
In den vergangenen Jahren betreuten wir viele Projekte, in denen zur Vorbereitung einer Ausgliederung für bestimmte Unternehmensbereiche eigene SAP-Systeme aufgebaut wurden. In der dabei entstehenden heterogenen Landschaft sind die Stammdaten zusätzlich in den neuen dezentralen Systemen zu pflegen. Zur Automatisierung dieses Prozesses wurden Server aufgebaut, die die Daten über ein ausgeklügeltes Verteilungsmodell an die angebundenen Systeme leitet. Neben den Stammdaten werden die Kontrakte des Einkaufs zentral gehalten und die Abrufstatistiken von den Subsystemen an den Server zurückgemeldet. Dadurch erreicht man einheitliche Einkaufsbedingungen im Konzern. Zur eigentlichen Ausgliederung sind lediglich die Schnittstellen zu trennen und die Pflege der Daten berechtigungstechnisch von zentral auf dezentral umzustellen.
Dem Vorteil in der Flexibilität steht ein sich aus der Anzahl der Systeme ergebender höherer Wartungsaufwand gegenüber, der sich besonders bei größeren Umstellungen bemerkbar macht. Deshalb führen bevorstehende Releasewechsel zu einem Überdenken der Systemlandschaft und der Zusammenführung parallel laufender Systeme. Auch hierzu verfügen wir über das notwendige Know How und einschlägige Erfahrungen.
